Unsere Rechte als Menschen

Artikel 1

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Article 1.

All human beings are born free and equal in dignity and rights.They are endowed with reason and conscience and should act towards one another in a spirit of brotherhood.

Artikle 1 of the Declaration of Human Rights from 10.December 1948

Sie arbeitet am Bau.  Die Südinderin ist froh, dass sie überhaupt Arbeit hat.

Persönliche Stellungnahme:

Aus aktuellem Anlass, will ich hier eine ganz persönliche Stellungnahme vorbringen:

Wir gehen alle davon aus, dass Leute, die an verantwortlicher Stelle Politik betreiben, mit einer gewissen Klugheit und Weltläufigkeit begabt sind.

Dass die ein Irrtum ist, geht aus der unsäglich dummen Debatte über das Thema, welche Religion zu Deutschland gehört ganz unzweideutig hervor. Zu Deutschland gehört weder der Islam, noch der Katholizismus, noch der Protestantismus, noch das Judentum, noch der Hinduismus, noch der Atheismus.

Deutschland ist ein säkularer Staat, verpflichtet seinem Grundgesetzt und  dies muss - um in Zukunft um derartige Missverständnisse auszuschließen – sich deutlich auf die Deklaration der Menschenrechten von 1948 (sowie den folgenden Erweiterungen) beziehen.

Das heißt in Klardeutsch:

+ Der Islam gehört nicht zu Deutschland, wohl aber gehören die Moslems nach Deutschland, sofern sie die deutschen Gesetze und vor allem die Menschenrechte einhalten.

+ Der Katholizismus gehört nicht zu Deutschland, wohl aber gehören die Katholiken zu Deutschland, sofern sie die deutschen Gesetze und vor allem die Menschenrechte einhalten.

+ Der Protestantismus gehört nicht zu Deutschland, wohl aber gehören die Protestanten zu Deutschland, sofern sie die deutschen Gesetze und vor allem die Menschenrechte einhalten.

+ Das Judentum gehört nicht zu Deutschland, wohl aber gehören die Juden zu Deutschland, sofern sie die deutschen Gesetze und vor allem die Menschenrechte einhalten.

+ Der Hinduismus gehört nicht zu Deutschland, wohl aber gehören die Hindus zu Deutschland, sofern sie die deutschen Gesetze und vor allem die Menschenrechte einhalten.

+ Der Atheismus gehört nicht zu Deutschland, wohl aber gehören die Atheisten zu Deutschland, sofern sie die deutschen Gesetze und vor allem die Menschenrechte einhalten.

Die Bemerkung, das die oder jene Religion oder religiöse Tradition zu Deutschland oder Europa gehöre, öffnet Missverständnissen Tor und Tür. Vor allem werden auf Abgrenzung bedachte Anhänger von Religionen, besonders christliche und islamische Fundamentalisten, darauf pochen, dass ihre kruden Vorschriften in Deutschland berücksichtigt werden müssen. Dadurch würde die Bundesrepublik zu einem Schlachtfeld für intolerante Fanatiker. Das kann keiner wollen.

Es ist angebracht, dass die Herrn eine bisschen nachdenken, und ihre Aussagen korrigieren.

Die katholische Kirche hat in Deutschland ihre Traditionen.

Aber sie gehört nicht zu Deutschland, eben so wenig wie der Islam.  Die Bundesrepublik ist ein säkularer Staat.  Sie Gründet sich weder auf die Bibel , noch auf den Koran, sondern auf dem Grundgesetz.  Dies orientiert sich - ein Jahr nach der Erklärung der Menschenrechte entstanden -ganz eindeutig an den Menschenrechten.  

Die Menschenrechte sind die Basis des Zusammenlebens der in Deutschland beheimaten Menschen.   Und auf dieser Grundlage könne wir alle friedlich und harmonisch zusammenleben.

Es ist leider so, dass ständig Maßnahmen bekannt werden, die möglicherweise nicht direkt und sofort, aber langfristig und indirekt zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen führen:

 

+   Zur Zeit verhandelt die EU mit Indien über ein Freihandelsabkommen.

Gerhard Klas schreibt dazu (in Südasien 4 2010-2011):

„Die Einsprüche europäischer und indischer Umweltverbände und Gewerkschaften blieben ungehört. Ihrem Wunsch, im Vertrag auch verbindliche soziale und ökologische Kriterien zu verankern, kommen weder EU-Kommission noch indische Regierung nach.

Dabei wären diese Kriterien dringend notwendig, denn das Abkommen wird zwar Handelsbilanzen hübscher aussehen lassen und Aktienkurse in die Höhe treiben, viele Inderinnen und Inder aber in den Abgrund reißen. Schon heut nimmt sich jede halbe Stunde ein indischer Bauer das Leben, weil er mit dem Erlös seiner Arbeit die Familie nicht mehr ernähren kann und der Schuldendienst seine mageren Einkünfte regelrecht auffrisst. Der unbeschränkte Import hochsubventionierter Lebensmittel aus der EU wird noch mehr Bauern in den Tod treiben. Die meisten der 33 Millionen Straßenhändler können einpacken, wenn europäische Supermarktketten wie Carrefour, Tesco und Metro den indischen Markt erobern. Bisher verbieten indische Gesetze ausländische Direktinvestitionen im Einzelhandel.“

Der Tag einer indischen Landfrau - ein einziges Leiden. 

Die Menschen-rechte werden ihr  vorenthalten.

Wenn ein Mensch einen andern direkt absticht, wird er als Mörder verurteilt. Wenn als Folge wirtschaftliche oder politischen Handelns Hunderte von Menschen zu Tode kommen, wird das nicht einmal wahrgenommen. Aber ist es deshalb kein Mord? Kein Massenmord?

 

+   Die indische Zentralregierung ist im Augenblick dabei ein MMDR Act (Mines and Minerals (Development and Regulation) Bill zu formulieren.

Dies soll die private Ausbeutung von Bodenschätzen wesentlich erleichtern und die durch Intensivierung des Bergbaues in Indien bewirkten Menschenrechtsverletzungen in noch gar nicht abzusehenden Ausmaße steigern.

Arun Kotenka und Hans Escher berichten darüber im Adivasi-Rundbrief 40 von 12.2010.  

(Der gesamte Text findet sich in >>> www.adivasi -koordination.de.)

 

„Bei sämtlichen Bergbau-Aktivitäten steht “Land”im Mittelpunkt, entweder privates oder öffentliches Land oder gesetzlich geschützte Gebiete, Dörfer, Felder, Gewässer, Hügel oder Wälder. In der Regel sind es Außenstehende, die sich im Namen der Industrialisierung, Entwicklung oder "zugunsten der Nation" das Land aneignen oder es kaufen, legal oder illegal. Millionen von Menschen werden zwangsenteignet, nicht oder schlecht kompensiert und in der Regel ihrer Lebensgrundlage (materiell, sozial, religiös, kulturell) beraubt. Meistens sind es Adivasis, die Jahrhunderte auf dem betreffenden Land gelebt und die Umwelt gepflegt, geschützt und kulturell entwickelt haben. 25 der 50 Bergbau-Distrikte in Indien sind Distrikte mit einem hohen Anteil an Adivasi-Bevölkerung. Entwurzelt aufgrund der Enteignung schwanken die Betroffenen zwischen Verzweiflung und Depression oder Aggression und Gewalt............

.....Gemäß Schätzungen für die Jahre 1950 bis 1991 wurde durch Bergbau-Projekte die zweithöchste Zahl von Menschen zwangsenteignet - ungefähr 2,55 Millionen Menschen. Bei nur 25 Prozent dieser Menschen hat man sich um eine Umsiedlung gekümmert. Ungefähr 52 Prozent aller durch den Bergbau zwangsenteigneten Menschen sind Stammesangehörige"

(Centre for Science and Environment, New

Delhi 2008).“

Wenn auch die Irular Adivasi in Tamil Nadu weniger vom Bergbau betroffen sind, so ist es doch einfach entsetzlich:

Wir bemühen uns hier Jahr um Jahr einer verhältnismäßig kleinen Gruppe eine Aufstiege in ein einigermaßen zufriedenstellendes Leben zu ermöglichen. Zugleich werde an oberster Stelle mit einem Federstrich Millionen von Existenzen von Ureinwohnern vernichtet, mit der Folge dass vorsichtig gerechnet nach und nach Zehntausende ihr Leben verlieren.  

A lot of volonteeers, social workers, mdecal staff are working year for year to free people from misery. In teh same time agreements of governments and companies are often destroying the base of livelihood for thousands.
A lot of volonteeers, social workers, mdecal staff are working year for year to free people from misery. In teh same time agreements of governments and companies are often destroying the base of livelihood for thousands.

Unzählige ehrenamtliche Volontärinnen und Volontäre, Sozialarbeiter, Entwicklungshelfer und Ärzte bemühen sich Jahr um Jahr Menschen aus dem Elend herauszuhelfen.   Und dann kommen die Vertreter von Regierungen und Konzernen, treffen  Vereinbarungen, die Tausenden von Menschen  Exsitenz,  Gesundheit und oft auch das Leben rauben. 

Die denken nicht mal darüber nach über das, was sie anrichten. 

Wir brauchen mehr Aufklärung, mehr an Idealen orientierte nationale und internationale Vereinbarungen, die ethisches Verhalten ermöglichen und erzwingen.  

Näheres über unser ADIVASI Programm >>> www.zukunft-Irular.de

Wir werden natürlich in kleinem Maßstab weitermachen, denn ein jedes einzelne Leben zählt – und für uns, die wir die Leute, um die es geht, persönlich kennen, zählt diese Leben gleich das Hundertfache.  >>> www.zukunft-irular.de

Nur zeigen die Ereignisse sonnenklar:

Die Hilfe auf persönlicher Ebene ist wichtig, ja unabdingbar. Zugleich haben wir aberdie verdammte Pflicht und Schuldigkeit uns auch darum kümmern, dass auf der Ebene der Politik ethische Maßstäbe, die sich an der Deklaration der Menschenrechte, auch im Hinblick auf deren Tiefenwirkung, orientieren, wieder zur Geltung kommen und durchgesetzt werden. Die Gesetze des Marktes gibt es nicht. Der Markt ist ohne ethische Kontrolle gesetzlos – wie man deutlich sieht.

 

I.     Das Grundgesetz der Bundesrepublik - entstanden 1949 – ist klar ersichtlich unter dem Einfluss der Deklaration der Menschenrechte von 1948 entstanden. Dennoch brauchen wir im deutschen Grundgesetz den ausdrücklichen Bezug auf die Menschenrechte.

II.     An den Schulen muss unabhängige Unterrichtung in den Menschenrechten erfolgen. Die Dauer der speziellen Beschäftigung muss mindestens ein Jahr betragen. Während dieser Zeit kann der Religionsunterricht entweder ausfallen oder ohne Benotung und Anwesenheitspflicht weitergeführt werden.  

III.     Einzubürgernden sind über die Menschenrechte aufzuklären und auf sie zu verpflichten.

IV.   Alle wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und sonstige zwischenstaatliche und zwischenvölkische Vereinbarungen sind vor Abschluss auf ihre Verträglichkeit mit den Menschenrechten zu überprüfen.  

V.   Bei der Durchsetzung der Menschenrechte muss Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Das heißt: Es sind nicht nur Maßnahmen zu vermeiden, die den Menschen in seiner Freiheit oder seinem Leben direkt beschädigen (wie unbegründete Inhaftierung oder Folter), sondern auch solche Maßnahmen, die nach ihrer Einleitung spätere Schäden zu verursachen drohen. Das wären zum Beispiel Abkommen über Bergbaumaßnahmen, die zu Umwelterkrankungen oder Vertreibungen führen.

VI.   Beim Abschluss von innernationalen und internationalen Verträgen muss ein sanktionsbewehrter Passus eingefügt werden, der die Vermeidung aktueller, aber auch langfristig sich einstellender Menschenrechtsverletzungen garantiert.

VII.   Die freie Marktwirtschaft benötigt eine an ethischen Maßstäben festgemachte Verfassung, die die Regeln festlegt, nach der sie betrieben wird. Ohne dies bewirkt sie, das ein winziger Teil der Menschheit sich alle Freiheiten herausnehmen kann, und zugleich ein wesentlich größerer versklavt wird. Es muss sich was ändern in der Welt –und das muss in der westlichen Welt beginnen.

                                                                  Günter Spitzing

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